Oliver Lösch 

Seit 2012 arbeite ich daran, mit angewandter Forschung und Politikberatung den Klimaschutz im Industriesektor voranzubringen. 

Nach langjähriger Tätigkeit als Führungskraft gehe ich mit der ITEP GmbH den nächsten Schritt.

Lernen Sie mich kennen

In aller Kürze: 

  • Diplom-Physiker KIT Karlsruhe und KTH Stockholm (2010)
  • Master Sustainability, Harvard University (2021)
  • Externer Referent und Berater im Bundesumweltministerium Berlin (2012-2018)
  • Geschäftsfeldleiter Energiepolitik und Energietechnologien bei IREES (2018-2025)
  • Jahrelange Erfahrung in der angewandten Forschung und Beratung zur Dekarbonisierung der Industrie 
  • Umfangreiche Erfahrung in der Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Kunden und Stakeholdern
  • Projektakquise und Projektmanagement komplexer Forschungs- und Beratungsvorhaben

Ein wenig ausführlicher: 

 

Motivation

Industrie und Gewerbe sind entscheidend für unseren Wohlstand. Zugleich sind sie für einen erheblichen Anteil der klimarelevanten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Sie müssen sich also wandeln. Die Industrie insbesondere muss gänzlich anders wirtschaften, mit neuen Produktionsprozessen, ohne fossile Energieträger, stattdessen mit Strom und Wasserstoff aus erneuerbaren Energien. Und sie muss Ressourcen effizienter nutzen, Industrie und Gewerbe müssen Bestandteil einer umfassenden Circular Economy werden. Zugleich wandelt sich das Energieangebot fundamental: eine Wasserstoffinfrastruktur wird aufgebaut, die Erdgasinfrastruktur abgebaut, das Stromdargebot wird mit dem zunehmenden Ausbau erneuerbarer Energien fluktuierender. Dies alles stellt nicht nur technische Herausforderungen für die Industrieunternehmen dar, es geht auch mit erheblichen Pfadunsicherheiten sowie einer hohen Komplexität bei der Regulatorik einher. Nicht zu vergessen Fragen der internationalen Wettbewerbsfähigkeit: wie kann ambitionierter Klimaschutz fair ausgestaltet werden, durch welche Instrumente lässt sich ein "level playing field" realisieren? Es geht also nicht mehr um inkrementelle Änderungen oder Anpassungen, es ist daher gerechtfertigt, von einer industriellen Transformation zu sprechen. Hinzu kommt die hohe technische Heterogenität der Industrie bei energienutzenden Anlagen und Prozessen, gerade auch mit Blick auf mögliche Lösungen für mehr Energieeffizienz und Flexibilität: elektrifizierte oder hybride Öfen und Brenner, die industrielle Gleichstromschiene, die Direktreduktion in der Stahlindustrie, die stoffliche Wasserstoffnutzung für defossilisierte chemische Grundstoffe, elektrifizierte oder hybride Glaswannen, neue Methoden der Abwärmenutzung, Vermeidung von Reibungsverlusten, Vermeidung thermischer Lasten, thermische Speicher, Hochtemperatur-Wärmepumpen, ...  die Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen. 

 

Was könnte spannender sein?

 

Ich möchte mir meiner Arbeit Wirkung erzielen, die über den Tag hinausgeht, in einem Bereich, der für unser gesellschaftliches Leben von überragender Bedeutung ist. 

 

 

Studium 

Von 2004 bis 2010 studierte ich am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Physik, damals noch im Diplomstudiengang. Einen Schwerpunkt meines Studiums legte ich auf eine nachhaltige Energietechnik. Meine Diplomarbeit schrieb ich am Lichttechnischen Institut des KIT über neuartige, organische Solarzellen. In den Jahren 2007 und 2008 verbrachte ich ein Jahr an der Königlich Technischen Hochschule (KTH) in Stockholm und konnte dort meinen Horizont unter anderem mit Kursen zu Entrepreneurship und Halbleitermaterialien erweitern. 2010 schloss ich mein Studium erfolgreich als Diplom-Physiker ab.

 

Von  2016 bis 2021 belegte ich berufsbegleitend an der Harvard University, USA, den Masterstudiengang Sustainability. Als persönliche Herausforderung, um meinen Blick zu weiten, und um weitere internationale Erfahrung zu sammeln. In diesem interdisziplinären Studiengang können verschiedenste Aspekte der Nachhaltigkeits-, Klima-, Umwelt- und Energieforschung modular kombiniert werden. Zu dieser Zeit war mein beruflicher Fokus schon klar auf die Dekarbonisierung und Transformation des Industriesektors hin zur Klimaneutralität ausgerichtet. Entsprechend wählte ich unter anderem Kurse zur Umweltökonomie, Circular Economy, Life Cycle Assessment, Carbon Footprinting und Nachhaltigkeitsstrategien für Unternehmen. Als Zwischenschritt hin zum Masterabschluss erwarb ich 2019 das Graduiertenzertifikat "Corporate Sustainability and Innovation". Für meine Masterarbeit entwickelte ich ein lineares Optimiermodell für ein klimafreundliches Stahlwerk (DR-EAF-Route).


 

Im Bundesumweltministerium  

Meinen Einstieg ins Berufsleben fand ich 2012. Ich wurde von IREES für einen Auftrag des Bundesumweltministeriums engagiert und ging als externer Mitarbeiter direkt ins Ministerium. Dort arbeitete ich sechs Jahre lang an der Ausgestaltung der Klima- und Energiepolitik für den Industriesektor mit. Dabei konnte ich, teilweise federführend, eine ganze Reihe von politischen Prozessen mitgestalten. Beispielsweise die Koordinierung und inhaltliche Ausgestaltung des Klimaschutzplans der Bundesregierung für die Bereiche Industrie und Gewerbe, sowie die Etablierung der Initiativen "Klimaschutzunternehmen" und "Mittelstandinitiative Energiewende und Klimaschutz". Darüber hinaus arbeitete ich für das Ministerium an der Ausgestaltung diverser Förderichtlinien für Industrie und Gewerbe, sowie der Umsetzung von EU-Richtlinien. Parallel erarbeitete ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen verschiedenste Studien und Hintergrundpapiere zu Themen der Industrietransformation für das Ministerium, beispielsweise zu den Herausforderungen bei der Dekarbonisierung von Industrieprozessen mit Prozessemissionen.

 


Führungskraft bei IREES

Im Jahr 2018 endete meine Zeit im Bundesumweltministerium. Ich kehrte nach Karlsruhe zurück und wurde bei IREES Leiter des Geschäftsfelds Energiepolitik und Energietechnologien. Diese Funktion füllte ich bis zur Gründung der ITEP GmbH im Frühjahr 2025 aus. In dieser Zeit war ich für die thematische und strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung sowie für die Personalentwicklung des Geschäftsfeldes verantwortlich. 

 

In diese Zeit fällt auch eine sehr vielfältige Tätigkeit als Projektleiter für öffentliche Auftraggeber wie das Bundesumweltministerium, das Bundeswirtschaftsministerium, das Umweltbundesamt, die Deutsche Energieagentur und weitere nationale wie internationale Auftraggeber. In der Regel war ich auch federführend in die Akquise dieser Vorhaben eingebunden. Thematisch reichten diese von der ex-ante bottom-up Wirkungsabschätzung politischer Klimaschutzmaßnahmen über Begleitforschungsvorhaben für das Forschungsnetzwerk Industrie und Gewerbe bis hin zum Design neuer politischer Maßnahmen. Hier sind die Arbeiten an der Entwicklung und Weiterentwicklung des Förderdesigns für die Förderrichtlinie "Klimaschutzverträge für die Industrie" hervorzuheben, dem nationalen Leitinstrument für die Industrietransformation. 

 

 

Geschäftsführer bei ITEP 

Nach vielen sehr erfüllenden Jahren war es Zeit, neue Entwicklungsperspektiven auszuloten und den nächsten Schritt zu gehen. Für mich ist dies der Schritt in die Selbstständigkeit mit der ITEP GmbH. Ich bin davon überzeugt, dass ich gemeinsam mit meinen Partnern und Auftraggebern weiterhin dazu beitragen kann, die Industrietransformation in Deutschland - und darüber hinaus - voranzubringen.  

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